Namibia – Campingabenteuer im Damaraland

Unsere Campingsafari in Namibia war das Highlight unser Namibia Rundreise. Ab Windhoek haben wir zunächst Namib’s Valley, Sossusvlei und Swakopmund besichtigt, bevor unsere 4-tägiges Abenteuer im Damaraland startet.

Bevor unsere Campingsafari beginnt, übernachten wir im Ozondjou Trails Camp. Das Camp ist schön in der Nähe des Brandbergs auf einem Plateau gelegen, mit toller Aussicht auf den Ugab River. Gleich in der Nähe befindet sich das Basislagers von Elephant Human Relations Aid (EHRA), welches mit Einnahmen aus dem Camp unterstützt wird. Das Camp ist liebevoll eingerichtet, mit einem gemütlichem Gemeinschaftszelt, wo alle Mahlzeiten eingenommen werden, sowie einer Bar und komfortablen Meruzelte zum Übernachten. Diese sind mit Warmwasserduschen, Waschbecken, sowie Spültoilette ausgestattet. Es werden zwei bis drei Nächte Pakete angeboten, die Game Drives zu den Wüstenelefanten und Wanderungen inkludieren.

Ozondjou Trails Camp perfekt in die Landschaft integriert
Gemütlich spazieren Elefanten zum Wasserloch
Eine friedliche Elefantenfamilie auf unserem Nachmittags Game Drive
Fröhlich spaziert dieser Elefant an uns vorbei

Gleich nach dem Frühstück startet dann unsere 4-tägige Camping-Safari im Damaraland, genauer in der privaten Palmwag Concession. Wir treffen uns mit unseren Guides Durr und John in der Palmwag Lodge. Das Campingsafari Fahrzeug ist voll beladen, so dass wir in den nächsten Tagen komplett ausgestattet die Gegend erkunden können, auf der Suche nach Wüstenelefanten, Spitzmaulnashörner und Oovahimbas. Schon an unserem ersten Tag begegnen uns viele Tiere.

Giraffen begegnen uns als Erstes auf unserer Campingsafari
Bisher drehen uns die Tiere den Rücken zu, doch das soll sich bald ändern
Oryxfamilie – mit kleinem Oryx
Wir begegnen vielen Tieren und auch einer berühmten Pflanze
Die älteste Wüstenpflanze – eine Welwitschia

Immer wieder stoppen wir, öffnen das Dach unseres Landcruisers einfach weil wir dabei einen besseren Ausblick haben und können so die unglaubliche Landschaft genießen und die Tiere, die ebenfalls neugierig sind, beobachten. Nach unserer Lunchpause soll uns ein besonderes Ereignis nicht verwehrt bleiben. Unser Guide John entdeckt Löwen, die schattensuchend unter einem Baum liegen. Als wir vom Weg abfahren, ahnen wir noch nicht was er entdeckt hat. Wir fahren ein Stück heran, warten und fahren näher heran. Was für ein toller Anblick. Drei Löwinnen!

Unser Guide entdeckt die Löwinnen unter einem schattenspendendem Baum
Gemütlich sonnen sich die Löwinnenen

Wir haben sehr viel Glück und erleben schon bald unser nächstes Highlight. In toller Landschaft sehen wir zwei Spitzmaulnashörner. Da unser 4WD nicht mehr weiterkommt, unser Guide jedoch die Nashörner schon entdeckt hat, pirschen wir uns zu Fuß an. Die Anspannung ist unserem Guide anzumerken. Ein Nashorn ist nicht ganz ungefährlich, da wenn der Wind richtig steht, es uns schnell bemerken könnte. Langsam und sicher pirschen wir uns an. Und dann sind sie vor uns, zwei Spitzmaulnashörner. Erst in weiter Entfernung, dann näher. Den Zoom des Photoapparates bekomme ich leider nicht ganz in den Griff.

Auch auf das Spitzmaulnashorn genießen wir freie Sicht
Versteckt hinter einem Busch beobachten wir das andere Nashorn – was für eine Aufregung

Angekommen an unserem Campingplatz für unsere erste Nacht bereitet unser Guide Durr ein sehr leckeres Abendessen zu und unser Camp wird gut geschützt aufgebaut. Das Camp besteht aus zwei Zelte für uns, zwei Zelte für die Guides, und einem (Warmwasser) Dusch- und einem Toilettenzelt und für jeden von uns ein Waschbecken. Und ein großer Esstisch mit komfortablen Stühlen für uns alle. Wir campen ganz schön luxuriös, denken wir. Essen und Getränke sind von unserem Guide besorgt, wir müssen uns um nichts kümmern. Natürlich helfen wir beim Kochen und Aufbau mit, dann geht alles viel schneller und wir haben Spaß dabei. Die Mithilfe wird jedoch nicht erwartet. Unsere Abendroutine ist eine komplett andere: Wir übernachten in Zelten ohne Wifi, speisen mitten in der Natur, erleben einen Sonnenuntergang ganz unter uns, und lassen am Lagerfeuer den aufregenden Tag gemeinsam Revue passieren.

Ein aufregender erster Tag neigt sich dem Ende zu
Unser Nachtlager, ein Zelt mit zwei Schlafplätzen auf bequeme Betten mit Decken, Nachtkästchen plus Lampe, für Jeden ein Waschbecken. Im Hintergrund, Toilettenzelt mit ordentlicher Toilette ohne Spülung.

Wir haben alle wunderbar geschlafen und ein weiterer Tag im Damaraland wartet auf uns. Nach einem fantastischen Frühstück machen wir uns gestärkt auf den Weg zum Hoanib River. Unterwegs begegnen wir immer wieder Zebras, Oryxen und Springböcke.

Am nächsten Tag machen wir uns auf den Weg zum Hoanib River und genießen den Ausblick auf beeindruckende Landschaften
Ein Springbock auf dem Weg zu unserem Campingplatz
Herrliche Farben im Damaraland

Wir sind am ersten Tag zu verwöhnt worden, so das wir heute außer Zebras, Giraffen, Springböcke und Oryxe keine weiteren Tiere entdecken. Doch die Landschaft ist immer wieder sagenhaft anzublicken. Unser heutiges Highlight, unser Camp am Hoanib River. Wir besteigen zum Sundowner das umliegende Gebirge, haben ein fantastischen Ausblick und genießen dort oben unsere „Sundowner“. Unser Abendessen ist auch heute wieder sehr gut, wir sitzen zusammen am Lagerfeuer, erzählen uns Geschichten und gehen spät ins Bett.

Ausblick auf unser Camp im Honaib River, wo wir zwei Nächte verbringen werden
Erkennt wer die Giraffen, unsere Nachbarn für die nächsten zwei Tage
Unser Essensbereich – wir haben soviel Platz

Am nächsten Morgen, begrüßen wir unsere Nachbarn, die sich wirklich nah an unsere Camp heran getraut haben – zwei Giraffen. Wir frühstücken fein und fahren dann los. Heute werden wir die Anfänge der Namib Wüste sehen. Auf dem Weg dorthin begegnen uns Elefanten, Giraffen und Steinböckchen.

Eine Elefantenfamilie kommt uns auf den Weg zur Namib Wüste entgegen
Elefantenbaby unterwegs
Die Anfänge der Namib Wüste
Wüstensand der Namib
Namib Wüste in der Palmwag Concession
Zwei Elefanten beim Trinken am Wasserloch
Elefanten trinken 150 Liter am Tag
Steinböckchen beim Camp

Zurückgekommen machen wir eine schöne Wanderung nahe unser Camps und erfahren auch hier viel über die Landschaft, Flora und Fauna und das Leben im Damaraland von unserem Guide. Auch heute haben wir ein fantastischen Tag, den wir schön ausklingen lassen. Unser letzter Abend in der Wildnis.

An unserem letzten Tag packen wir nach dem Frühstück unser Camp zusammen und machen uns auf den Weg ein Himba Dorf zu besuchen. Wir sehen eine Himba Zeremonie und bekommen ein Einblick in das Leben der Himba Frauen im Dorf.

Die Frauen im Dorf sitzen sonnengeschützt zusammen

Wir werden in die Waschzeremonie der Himba Frauen eingeführt

Tolle vier Tage im Damaraland eignen sich dem Ende zu. Jedem würde ich dieses Erlebnis empfehlen. Abseits der Zivilisation, ohne Wifi, inmitten herrlicher Landschaften und Tieren, die Natur genießen. Was für ein toller Abschluss unserer Reise in Namibia. Die Campingsafari konnte perfekt in unsere Mietwagenreise integriert werden.

Links:

Camping Safari im Damaraland

Ozondjou Trails Camp

Mietwagenreise: Die Schönheit Namibias

Sarah Eipper
Ich war bereits in Australien, Neuseeland, Peru, Kolumbien, Namibia, in den USA und auf den Cook Islands. Sehr verschiedene Destinationen. Auch beim Reisen selbst fasziniert mich die Vielfalt: Australiens malerische Strände und das wilde Outback, Neuseelands atemberaubende landschaftliche Vielfalt und Perus faszinierende Weltwunder und Traditionen. Auf meinen Reisen habe ich viele aufregende Dinge erlebt. Eine Übernachtung im Outback unter freiem Sternenhimmel in Australien, eine Kreuzfahrt durch Fiordland mit anschließendem Überflug in Neuseeland und die mächtige Anlage Machu Picchu ganz nah in Peru gehören definitiv zu meinen schönsten Erinnerungen.